Abt Norbert Bicker (reg. 1688-1715) errichtete zwischen dem Prälaturgebäude von 1666 und dem Westflügel im Jahre 1691 einen Verbindungsbau. Dieser Bau nahm seitdem die Klosterpforte auf, an der sich jeder Besucher anzumelden hatte. In einem feuerfesten Gebäudeteil mit steingewölbten Decken wurde das Klosterarchiv untergebracht, zu dem nur der Abt Zugang hatte. Dieser Bau wurde im Jahre 1826 für baufällig erklärt und abgerissen.


An seiner Stelle errichtete man das barocke Hirschberger Tor. Es war unter der Regierung des Kölner Kurfürsten Clemens August von Bayern (1700-1761) im Jahre 1753 für das kurfürstliche Jagdschloss Hirschberg aus grünem Sandstein angefertigt worden. Die dramatischen Jagdszenen einer Hirschhatz und der Jagd auf einen Keiler stammen von Johann Christoph Manskirch, den Unterbau des Tores hat der westfälische Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun entworfen. Nachdem das Hirschberger Schloss am Ende des 18. Jahrhunderts schon verfallen war, wurde nach 1820 die preußische Regierung auf das noch vorhandene Tor aufmerksam. Sein hoher Kunst- und Denkmalwert wurde sofort erkannt. Es sollte vor dem weiteren Verfall gesichert werden und so schaffte man es, in Einzelteile zerlegt, nach Arnsberg. Nach längerer öffentlicher Diskussion, wo es wiederaufgebaut werden könnte, entschied man sich, das Tor am Standort der alten Klosterpforte wieder neu aufzubauen. So mußte alte Klostertrakt weichen und das Tor ziert seit 1826 den Eingang zum Eichholz.